Tanzhaus Hohenems

Zweimal im Monat treffen sich Menschen mit Behinderungen der Lebenshilfe Vorarlberg mit Jugendlichen der Turnerschaft Hohenems um beim gemeinsamen Tanzen ihre Freude an der Bewegung auszuleben. Beim integrativen Projekt "Tanzhaus" stehen die Kommunikation und das soziale Lernen zwischen Menschen im Mittelpunkt.

Britta Hafner von der Turnerschaft Hohenems und Liba Selner von der Lebenshilfe Vorarlberg haben im Herbst 2007 das Projekt ins Leben gerufen. Unterstützt werden die beiden Vereine zudem von der Stadt Hohenems, der Raiffeisenbank Hohenems und dem ASVÖ (Allgemeiner Sportverband) Vorarlberg.

Die Idee für das integrative Tanzprojekt entstand im März 2007 aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Turnerschaft Hohenems und der Tanzgruppe der Lebenshilfe für die öffentliche Tanzvorführung anlässlich der Präsentation des Buches "Das Leben ist schön" von Simone Fürnschuß-Hofer. Schon damals hatten die Menschen mit Behinderungen und die Jugendlichen sehr viel Spaß am gemeinsamen Tanzen und alle wollten die Zusammenarbeit unbedingt weiterführen.

Lebensfreude pur
Zwei Tanzhaus-Gruppen (á ca. 20 Personen) treffen sich nun alle zwei Wochen, um gemeinsam unterschiedlichste Tänze zu gestalten. Die TeilnehmerInnen erarbeiten selbst Tanzstücke, Choreographien und auch eigene Kostüme, die in regelmäßigen Abständen öffentlich vorgeführt werden. Dabei kommt die große Lebensfreude der Menschen mit Behinderungen zum Ausdruck.

Auch den Jugendlichen der Turnerschaft Hohenems macht die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen großen Spaß und sie profitieren von den gemeinsamen Abenden. "Es ist sehr lustig und man erlebt jedes Mal etwas Neues. Nach dem Training sind wir alle immer total gut drauf", sagen die jungen Damen.

Liba Selner freut sich über das gelungene Projekt: "Es ist schön, dass wir dieses Projekt verwirklichen konnten. Bei anderen Sportarten ist meistens der Leistungsgedanke im Mittelpunkt, hier geht es einfach um die Freude an der Bewegung aller Beteiligten." Der Obmann der Turnerschaft Hohenems, Heinz Loacker, möchte das Projekt sogar erweitern: "Mein Traum ist es, dass sich dieses Projekt über die Verbandsgrenzen hinaus weiterentwickelt." Auch Manfred Entner vom ASVÖ Vorarlberg ist für einen Ausbau des Projektes: "Wir wollen auch andere Vereine dafür gewinnen und das Projekt in ganz Vorarlberg bekannt machen."